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Vorsorgen lohnt sich

Möchten Sie Ihre Familie absichern oder Ihren Lebensstandard auch nach der Erwerbsaufgabe beibehalten können? Dann lohnt es sich, dass Sie sich frühzeitig mit dem Thema Vorsorge befassen. Es gibt in diesem Fall kein «zu früh», sondern höchstens ein «zu spät»!

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Das Schweizer Vorsorgesystem kurz erläutert

Ihre finanzielle Sicherheit nach der Pensionierung baut im Optimalfall auf drei Säulen auf: der staatlichen Vorsorge (1. Säule), der beruflichen Vorsorge (2. Säule) und der privaten Vorsorge (3. Säule). Alle drei Säulen helfen mit, Sie im Alter finanziell bestmöglich abzusichern.

 

Das 3-Säulen-Prinzip
1. Säule2. Säule3. Säule
Staatliche VorsorgeBerufliche VorsorgePrivate Vorsorge
Obligatorisch*Obligatorisch*Freiwillig
ExistenzsicherungFortführung gewohnter LebenshaltungSchliesst Vorsorgelücke und ermöglicht Extras im Alter
Alters- und Hinterlassenen-versicherung (AHV) Invalidenversicherung (IV) Ergänzungsleistungen (EL) Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3)
Erwerbstätige bezahlen für Pensionierte (Umlageverfahren)Ich spare für mich via Lohnabzüge (Kapitaldeckungsverfahren)Ich spare eigenständig für meinen Ruhestand (Selbstvorsorge)

AHV-Beitragslücken vermeiden

Lücke in Pensionskasse vermeiden 
Freizügigkeitskonto eröffnen

Steuerersparnis berechnen
3. Säule-Konto eröffnen

* Es wird von einer in der Schweiz niedergelassenen, berufstätigen Person ausgegangen.

 

 

 
 

Die wichtigsten Punkte in Kürze

  • Das schweizerische Vorsorgesystem umfasst drei Säulen, die helfen, Sie im Alter finanziell bestmöglich abzusichern.
  • In die 1. Säule zahlt jeder Erwerbstätige obligatorisch ein. Diese Beträge sichern im Alter das Existenzminimum. Die Auslagen werden mittels solidarischem Umlageverfahren finanziert.
  • Die 2. Säule ist ebenfalls obligatorisch für Erwerbstätige. Jeder spart und bezahlt direkt für seine eigene Leistung (Kapitaldeckungsverfahren), wobei der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernimmt. Diese Beträge sollen die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung sichern.
  • Das Sparen von Geldern in der 3. Säule ist freiwillig und kann gebunden als Säule 3a oder ungebunden als Säule 3b erfolgen. Die Einzahlungen können Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen und mindern somit Ihre Steuerlast. Mit diesem Geld werden Vorsorgelücken geschlossen und können allenfalls Träume realisiert werden.
  • Eine persönliche Situationsanalyse mit einem Vorsorgespezialisten schafft Klarheit bei Fragen und sorgt für ungetrübte Vorfreude auf den Ruhestand.

  

Nützlicher Link mit Hintergrundinformationen zum Schweizer Vorsorgesystem:

Ausserdem empfehlen wir diese vier Publikationen zur Lektüre:

 

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Planen Sie Ihre Pensionierung

Selbst wenn Ihre Pensionierung noch einige Jahre vor Ihnen liegt, lohnt es sich, sich frühzeitig mit der Planung auseinanderzusetzen. So haben Sie genügend Zeit, die Weichen richtig zu stellen, damit Sie Ihren Ruhestand sorglos geniessen können. 

  • Wie hoch ist mein finanzieller Bedarf nach der Pensionierung?
  • Beziehe ich die Pensionskassengelder als Rente oder Kapital?
  • Kann ich eine Frühpensionierung in Betracht ziehen?

Unsere Vorsorgespezialisten begleiten und unterstützen Sie in diesem Prozess, um eine optimale Lösung für Sie zu finden.

 

Vorsorgecheck Pensionierung

Finanzplan

 

Erfahren Sie mehr zum Thema «Pensionierung erfolgreich planen» 

 

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AHV – die 1. Säule

In die 1. Säule – also die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV), die Beiträge zum Erwerbsersatz bei Militärdienst (EO) und Mutterschaft sowie die Arbeitslosenversicherung (ALV) – zahlt jeder Erwerbstätige ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs obligatorisch ein. Diese Beträge sichern im Alter das Existenzminimum aller Pensionierten. Die Auslagen werden mittels Umlageverfahren finanziert. Dieses basiert auf dem Solidarprinzip: Laufende Renten werden dabei mit laufenden Einnahmen bezahlt – junge Erwerbstätige zahlen für Pensionierte, und Einkommensstarke zahlen für Einkommensschwache mit.

Daneben steuert der Bund einen Anteil an die Ausgaben bei. Dieses Geld nimmt er ein aus direkten Bundes- und Mehrwertsteuererträgen sowie aus den Fiskalabgaben für Tabak, Spirituosen und Spielbanken.

Beiträge in die AHV müssen immer bezahlt werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie erwerbstätig sind oder nicht. Achten Sie deshalb bei Unterbrüchen im Berufsleben darauf, keine Beitragslücken entstehen zu lassen.  

 

Die Relation von Rentnern zu Berufstätigen wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern. Dies kann aufgrund der demografischen Erhebungen des Bundesamts für Statistik prognostiziert werden. Diese Entwicklung wird für die AHV schwerwiegende finanzielle Konsequenzen haben und ruft nach Reformen. Momentan besteht bei den sozialpolitischen Akteuren jedoch keine Einigkeit darüber, welche finanziellen Löcher mit der Alterung unserer Gesellschaft auf die Altersvorsorge zukommen und wie diese zu stopfen sind. Gerade aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich frühzeitig mit Ihrer persönlichen Situation auseinandersetzen.

 

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Pensionskasse – die 2. Säule

Die eher kleine staatliche Rente aus der 1. Säule wird für Arbeitnehmer zusätzlich durch Zahlungen aus der 2. Säule ergänzt. Versichert sind alle Arbeitnehmer, die schon in der 1. Säule versichert sind und mindestens CHF 21’330 pro Jahr verdienen (Stand: 2019). Die obligatorische Versicherung startet mit Beginn des Arbeitsverhältnisses, frühestens ab dem 17. Altersjahr. Bis zum Erreichen des 24. Altersjahrs decken die Beiträge nur die Risiken Tod und Invalidität ab. Ab dem 24. Altersjahr und bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit wird zusätzlich Geld für eine Altersrente angespart. Die betriebliche Altersvorsorge («Pensionskasse») wird laut BVG im Kapitaldeckungsverfahren finanziert: Jeder spart und bezahlt direkt für seine eigene Leistung, wobei der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernimmt.

Nicht obligatorisch versichert sind zum Beispiel Selbstständigerwerbende und Arbeitnehmer mit einem befristeten Arbeitsvertrag von höchstens drei Monaten. Sie können sich je nach Fall freiwillig für die Minimalvorsorge versichern.

 

Sollten Sie einen Unterbruch im Berufsleben haben (längere Auszeit, Familienphase, Arbeitslosigkeit), sollten Sie das Pensionskassenguthaben auf einem Freizügigskeitskonto oder entsprechender Wertschriftenlösung parkieren.

  

Aktuelle Fragen

Demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen stellen das Vorsorgesystem vor Herausforderungen. In der beruflichen Vorsorge muss das angesparte Kapital der Pensionskasse wegen der gestiegenen Lebenserwartung zunehmend länger ausreichen. Gleichzeitig stellt es für die Pensionskassen eine Herausforderung dar, im aktuellen Zinsumfeld an die vergangenen Erträge anzuknüpfen. Trotzdem lässt eine umfassende Anpassung des Systems weiterhin auf sich warten. Die Pensionskassen reagieren beispielsweise mit einer Reduktion der Umwandlungssätze.

Was dies für künftige Pensionierte bedeutet, erfahren Sie in unserer ausführlichen Studie

 «Finanzielle Sicherheit im Alter», die als PDF zum Download bereitsteht.

 

Um den gewohnten Lebensstandard nach der Pensionierung weiterführen zu können, sollten Sie über etwa 80 Prozent Ihres bisherigen Einkommens verfügen. Lesen Sie, wie Sie eine zu grosse Lücke in Ihrer Pensionskasse vermeiden können.

 

Freizügigskeitskonto eröffnen

 

 

Die 3. Säule als private Vorsorge

Neben den beiden obligatorischen Vorsorgegefässen können Sie zusätzlich mit der 3. Säule privat vorsorgen. Die 3. Säule besteht aus zwei Teilen: der gebundenen Vorsorge 3a und der ungebundenen Vorsorge 3b.

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Säule 3a – die gebundene Vorsorge

Das Ansparen von Geldern innerhalb der Säule 3a wird als gebundene Vorsorge bezeichnet, da die entsprechenden Verträge mit einer Bank und/oder einer Versicherung bindend sind. Auf das zweckgebundene Bankkonto oder in die Lebensversicherung wird regelmässig Geld eingezahlt (zurzeit max. CHF 6’826/Jahr für Lohnabhängige bzw. 20% des jährlichen Nettoerwerbseinkommens (maximal CHF 34’128) für Selbständigerwerbende). Dieses Geld steht anschliessend nicht mehr frei zur Verfügung. Die Einzahlungen in die Säule 3a können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, womit sich die Steuerlast reduziert.

Nur in vordefinierten Ausnahmefällen kann auf das gesparte Vorsorgekapital vor dem Eintritt ins Rentenalter zugegriffen werden.

 

Säule-3a-Gelder können in Form von Kontoguthaben oder Wertschriften angelegt werden. Beim Entscheid von Konto- oder Wertschriftenlösungen ist zu bedenken, dass Kontolösungen keinen Wertschwankungen ausgesetzt sind. Sie eignen sich optimal für einen kurzfristigen Anlagehorizont und für Sparer mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis. Das Wertschriftensparen bietet langfristig die Chance auf eine über dem Zins des Vorsorgekontos liegende Rendite. Je nach Anlegertyp und Anlagedauer wählen Sie aus mehreren Anlagevehikeln aus, die sich hauptsächlich durch den Aktienanteil und den Anlagehorizont unterscheiden. Die meisten Vorsorgestiftungen bieten aktiv gemanagte und indexierte Anlageinstrumente an. Aktiv gemanagte Produkte werden von spezialisierten Portfoliomanagern betreut, die durch aktives Management eine langfristige Maximierung der Rendite des Produkts erzielen wollen. Indexierte Wertschriftenlösungen hingegen investieren in Anlagefonds, die Indizes und damit Entwicklungen der jeweiligen Märkte sehr genau abbilden. Indexierte Anlageprodukte werden nicht aktiv gemanagt und weisen in der Regel niedrige Kosten auf, was Ihrer langfristigen Rendite zugutekommt. 

Auf dem Vergleichsportal comparis.ch können Sie einfach Säule-3a-Produkte vergleichen.

 

3. Säule-Konto eröffnen   3. Säule Wertschriftensparen

Weiterlesen: Alles Wissenswerte zur Säule 3a →

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Die freie Vorsorge als sogenannte Säule 3b

Die Vorsorge in der Säule 3b schliesst eine umfassende Altersvorsorge ab. Wenn Sie in die Säule 3a einbezahlt und den Maximalbetrag schon ausgeschöpft haben, der steuerlich geltend gemacht werden kann, können Sie trotzdem noch mehr Geld fürs Rentenalter beiseitelegen. Das ist im Rahmen der Säule 3b möglich, in der das Sparen nicht an feste Verträge oder Sparformen gebunden ist. Es können hier aber auch keine Steuervorteile erzielt werden. Die Produkte, die für die freie Vorsorge verwendet werden können, werden durch herkömmliche Banken und Versicherungen angeboten und nicht mit «Säule-3b-Produkt» bezeichnet.

Viele Angebote in der freien Vorsorge sind sehr flexibel und können regelmässig gewechselt oder aufgelöst werden. Sie haben hier mehr Kontrolle über Ihr angespartes Vermögen als in der Säule 3a, profitieren allerdings auch nicht von staatlichen Subventionen. Vermögen können beispielsweise auf Sparkonten, Festgeldern, in Wertschriftendepots, gemischten Lebensversicherungen, Liegenschaften, Edelmetallen und weiteren Wertgegenständen angespart werden.

 

Wir bieten verschiedene Produkte für die freie Vorsorge:

MyNAB Anlegen

Anlagefonds

Fondssparplan

Sparkonto