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AHV – die 1. Säule

In die 1. Säule – also die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV), die Beiträge zum Erwerbsersatz bei Militärdienst (EO) und Mutterschaft sowie die Arbeitslosenversicherung (ALV) – zahlt jeder Erwerbstätige ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs obligatorisch ein. Diese Beträge sichern im Alter das Existenzminimum aller Pensionierten. Die Auslagen werden mittels Umlageverfahren finanziert. Dieses basiert auf dem Solidarprinzip: Laufende Renten werden dabei mit laufenden Einnahmen bezahlt – junge Erwerbstätige zahlen für Pensionierte, und Einkommensstarke zahlen für Einkommensschwache mit.

Daneben steuert der Bund einen Anteil an die Ausgaben bei. Dieses Geld nimmt er ein aus direkten Bundes- und Mehrwertsteuererträgen sowie aus den Fiskalabgaben für Tabak, Spirituosen und Spielbanken.

Beiträge in die AHV müssen immer bezahlt werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie erwerbstätig sind oder nicht. Achten Sie deshalb bei Unterbrüchen im Berufsleben darauf, keine Beitragslücken entstehen zu lassen.  

 

Die Relation von Rentnern zu Berufstätigen wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern. Dies kann aufgrund der demografischen Erhebungen des Bundesamts für Statistik prognostiziert werden. Diese Entwicklung wird für die AHV schwerwiegende finanzielle Konsequenzen haben und ruft nach Reformen. Momentan besteht bei den sozialpolitischen Akteuren jedoch keine Einigkeit darüber, welche finanziellen Löcher mit der Alterung unserer Gesellschaft auf die Altersvorsorge zukommen und wie diese zu stopfen sind. Gerade aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich frühzeitig mit Ihrer persönlichen Situation auseinandersetzen.

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AHV-Beitragspflicht und Beitragslücken vermeiden

Die AHV-Beitragspflicht von Erwerbstätigen beginnt am 1. Januar nach dem 17. Geburtstag und endet mit dem ordentlichen Rentenalter (für Frauen 64 Jahre und für Männer 65 Jahre) oder bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit, sofern Sie über das ordentliche Rentenalter hinaus tätig sind. Personen ohne Erwerbstätigkeit sind vom 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters zur Zahlung der Beiträge verpflichtet. Einzahlungslücken haben in der Regel eine Kürzung der ordentlichen AHV-Rente zur Folge. Ein fehlendes Beitragsjahr führt in etwa zu einer Kürzung von mindestens 2,3 Prozent der ordentlichen Altersrente. Sind Sie nicht erwerbstätig, so werden Ihre geschuldeten Beiträge als einbezahlt angesehen, wenn Ihr Ehepartner bzw. der eingetragene Partner einem Erwerb nachgeht und die bezahlten Beträge – zusammen mit den Anteilen des Arbeitgebers – mindestens das Doppelte des Mindestbeitrags ausmachen.

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Gründe für Beitragslücken

Sie sollten auf eine lückenlose Beitragsabrechnung besonders in den nachstehenden Fällen achten:

  • Sie haben viele und eher kurze Arbeitseinsätze bei unterschiedlichen Arbeitgebern geleistet.
  • Sie waren länger im Ausland.
  • Sie haben nach einem Unfall oder einer Krankheit Taggeldleistungen einer Versicherung bezogen.
  • Sie haben während der Studienjahre keine AHV-Beiträge bezahlt.

Falls einer der oben genannten Punkte für Sie zutrifft, lohnt es sich, zu prüfen, ob Beitragslücken bestehen. Dies können Sie tun, indem Sie bei Ihrer kontoführenden Ausgleichskasse einen Gesamtauszug (IK-Auszug) bestellen. Der Auszug zeigt, ob solche Lücken bestehen. Innert 30 Tagen nach Zustellung des Auszugs können Sie bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen.

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Beitragslücken schliessen

Einzahlungslücken können geschlossen werden, indem die fehlenden Beiträge nachbezahlt werden. Das gilt aber nur für Lücken aus Zeiten, in denen Sie in der Schweiz versichert waren und die innert der letzten fünf Jahre entstanden sind. Nachzahlungen, die über diese Zeitperiode hinausgehen, sind nicht mehr möglich.

 

Haben Sie Beitragslücken, weil Ihr Arbeitgeber Zahlungen an die Ausgleichskasse nicht ausgeführt hat, müssen Sie belegen können, dass Sie in der besagten Periode gearbeitet haben und dass Ihr Arbeitgeber die AHV-Beiträge von Ihrem Gehalt abgezogen hat. Wenn dieser Beweis gelingt, werden die entsprechenden Guthaben gutgeschrieben – sogar dann, wenn die Ausgleichskasse die geschuldeten Beträge beim damaligen Arbeitgeber nicht mehr einkassieren kann.

 

Sollten Sie eine Beitragslücke feststellen, kontaktieren Sie Ihre Ausgleichskasse, die für den Beitragsbezug zuständig war, als die Lücke entstand, oder diejenige, die heute Ihre Beiträge bezieht, und liefern die Dokumente (z. B. Lohnausweise und -abrechnungen) nach, die Ihre Gehaltsansprüche glaubhaft machen.

 

Lassen Sie sich im Falle eines Falles

von Vorsorgeexperten beraten

Sorgen Sie auch mit einer privaten 3. Säule vor.