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Pensionskasse und Vorsorgelücken

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass eine Vorsorgelücke nicht entsteht, wenn über Jahre in AHV und Pensionskasse ordentlich einbezahlt wurde. Eine Lücke in der Altersvorsorge ist eher die Regel und kann unter verschiedenen Umständen entstehen:

  • Beitragsjahre fehlen: Infolge Studium, Mutterschaft, Weltreise oder Arbeit im Ausland.
  • Der Umwandlungssatz wird gesenkt: Dieser Prozentsatz dient als Grundlage für die Berechnung Ihrer Pensionskassenrente. Je tiefer dieser Satz ist, desto weniger Rente wird Ihnen bei gleichbleibendem Pensionskassenguthaben zugesprochen.
  • Scheidung: Falls beide Ehepartner unterschiedlich hohe Pensionskassenvermögen angespart haben, kann einer einen Guthabenverlust erleiden. Sogar ein Ehevertrag kann daran nichts ändern. Während einer Ehe angesparte Pensionskassenbeiträge werden immer auf beide Eheleute gleichmässig aufgeteilt.
  • Frühzeitige Pensionierung: Sie und Ihr Arbeitgeber zahlen dadurch weniger Geld in die erste und die zweite Säule ein. Das schmälert Ihre Altersguthaben und somit die Rente entsprechend. Ausserdem werden für diese Zeit kein Zins und Zinseszins auf dem gesparten Pensionskassengeld bezahlt.
  • Einkommen ist sehr hoch: Je mehr Sie verdienen, desto weniger Rente bekommen Sie im Verhältnis aus der AHV.
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Einflussfaktor Beschäftigungsgrad

Ein wichtiger Einflussfaktor, den es vor allem im Kontext der Verbreitung flexibler Arbeitsformen zu beachten gilt, ist das Erwerbspensum. Das Alterskapital des Versicherten entwickelt sich aufgrund des Zinseszinseffekts nicht proportional zu den Anstellungsprozenten. Zu berücksichtigen ist zudem auch der Effekt der steigenden Altersgutschriften: Eine Reduktion des Erwerbspensums in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens wirkt sich zum Beispiel negativer auf das Alterskapital aus als im Fall eines anfänglich reduzierten und danach vollzeitigen Pensums.

 

Eine vertiefte Analyse lesen Sie in unserer Vorsorgepublikation (PDF)

 

Wie den Lebensstandard nach der Pensionierung halten?

Im Oktober 2018 sprach R. Belci, Mitglied der NAB-Geschäftsleitung, in der Tele M1-Sendung «Geld» über die besten Optionen, frühzeitig für das Alter vorzusorgen und gab wichtige Tipps zur Planung der Pensionierung.

  
 
 

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Informationen sammeln

Um zu erfahren, ob Sie eine Vorsorgelücke haben und wie hoch diese ist, errechnen Sie zuerst Ihre voraussichtliche Jahresrente. Diese setzt sich üblicherweise aus AHV und Pensionskasse zusammen. Eine Schätzung Ihrer AHV-Rente bekommen Sie bei der kantonalen Ausgleichskasse. Die Altersrente aus der Pensionskasse zeigt Ihr Vorsorgeausweis. Nun ziehen Sie Ihre voraussichtliche Jahresrente von dem Betrag ab, den Sie nach der Pensionierung zum Leben brauchen. Ergibt sich dabei ein Minus? Dann haben Sie eine Lücke, die nach Möglichkeit geschlossen werden sollte.

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Vorsorgelücke schliessen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diese Lücke zu schliessen: Einerseits können Sie mit einem freiwilligen Einkauf in die Pensionskasse Ihre Altersrente verbessern. Ihr angespartes Kapital sowie die mögliche Einkaufssumme ersehen Sie im jährlichen Vorsorgeausweis oder Sie erfragen diese Daten bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung. Vorteil bei diesem Einkauf: Sie sparen Steuern, weil Sie die freiwillige Einzahlung vom steuerbaren Einkommen abziehen können. Bevor Sie einen PK-Einkauf tätigen, empfiehlt es sich jedoch, den finanziellen Zustand der Kasse kritisch anzuschauen (z. B. Deckungsgrad, Verhältnis Versicherte zu Rentenempfänger). Unsere Vorsorgespezialisten helfen Ihnen gerne bei diesen komplexen Themen.

   

Andererseits können Sie in die private Vorsorge, die sogenannte 3. Säule, einzahlen. Diese besteht aus zwei Teilen: der gebundenen Säule 3a und der ungebundenen Vorsorge 3b.

  

Jetzt mehr zur Säule 3a erfahren