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Die 3. Säule: Vorsorgelücken schliessen

Die AHV und Gelder aus der Pensionskasse reichen oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard nach der Pensionierung zu erhalten. Diese Lücke kann mit der privaten Vorsorge in die Säule 3 geschlossen werden. 

 
  

Säule 3-Konto oder Wertschriften?

Säule-3a-Gelder können in Form von Kontoguthaben oder Wertschriften angelegt werden. Beim Entscheid von Konto- oder Wertschriftenlösungen ist zu bedenken, dass Kontolösungen keinen Wertschwankungen ausgesetzt sind. Sie eignen sich optimal für einen kurzfristigen Anlagehorizont und für Sparer mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis.

 

Das Wertschriftensparen in einer 3. Säule-Depotlösung bietet langfristig die Chance auf eine über dem Zins des Vorsorgekontos liegende Rendite. Je nach Anlegertyp und Anlagedauer wählen Sie aus mehreren Anlagestrategien aus, die sich hauptsächlich durch den Aktienanteil und den Anlagehorizont unterscheiden.

 

Nachhaltig vorsorgen

Die aktiv verwalteten Wertschriftenlösungen (mit Ausnahme der Anlagegruppe CSA Mixta-BVG Basic) sind nachhaltig ausgerichtet. Zur Beurteilung der Nachhaltigkeit einer Anlage wird die in der Finanzbranche weltweit verbreitete ESG-Klassifikation herangezogen. ESG steht dabei für Environmental, Social und Corporate Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Die Praxis bestätigt, dass es sich bei den ESG-Kriterien um zentrale Merkmale der langfristigen Unternehmensqualität handelt. Mit ESG-gekennzeichneten CSA Mixta-BVG Anlagegruppen leisten Sie auch bei Ihrer Vorsorge einen Beitrag zum Wohlergehen der kommenden Generationen und profitieren von höheren Renditechancen.

 
 

Die Produkte im Detail

 
 

 
 

Fragen und Antworten zur 3. Säule

Hier finden Sie Fragen zum Thema 3. Säule, die unsere Kundenberater und Vorsorgeexperten im täglichen Kontakt mit unseren Kunden immer wieder beantwortet haben. Profitieren Sie von diesen Erfahrungen und kommen Sie gut vorbereitet in Ihr Säule 3-Beratungsgespräch !

 

Wer kann in die Säule 3a einzahlen?

In ein Säule-3a-Produkt investieren dürfen Sie, wenn Sie ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen haben, unabhängig davon, ob Sie angestellt oder selbstständig erwerbend mit oder ohne Pensionskasse sind. Beiträge dürfen ab dem 1. Januar des Jahres, in dem Sie 18 werden – mit Beginn der AHV-Pflicht – bis maximal fünf Jahre über das AHV-Rentenalter hinaus geleistet werden, sofern die Fortsetzung der Erwerbstätigkeit nachgewiesen wird. Teilzeitbeschäftigte, die keiner Pensionskasse angeschlossen sind, können maximal 20% ihres Erwerbseinkommens einzahlen. Arbeitslose, die eine Arbeitslosenentschädigung (= AHV-pflichtiges Erwerbsersatzeinkommen) beziehen, können ebenfalls Beiträge an die 3. Säule gebundene Vorsorge entrichten. Mit einer Aussteuerung entfällt aber diese Möglichkeit. In diesem Zusammenhang gelten Alimente nicht als AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen. Somit sind in diesen Fällen keine Beiträge in die Säule 3a möglich. Tantiemen hingegen gelten als AHV-pflichtiges Einkommen, womit Einzahlungen in die Säule 3a erlaubt sind.

  

Ab wann sollte ich in die 3. Säule investieren?

Wer früher spart, hat später mehr.

Am einfachsten bauen Sie Ihr Vermögen in der Säule 3a deshalb über einen längeren Zeitraum auf. Da Sie dadurch sowohl vom Zinseszins als auch von Steuervergünstigungen profitieren, beginnen Sie am besten schon früh mit der privaten Vorsorge. Es lohnt sich, auch regelmässig kleine Beträge zu investieren und bereits ab dem ersten Lohn in die 3. Säule einzuzahlen. Bei jeder Lohnerhöhung sollten die Beiträge dann erhöht werden.

  

Ich gehe für einen längeren Zeitraum auf Reisen ins Ausland. Was gilt es zu beachten?

Wenn Sie für einen längeren Zeitraum ins Ausland gehen, ist es wichtig, dass Sie weiterhin in die AHV einzahlen, damit keine Beitragslücken durch Fehljahre entstehen. Und auch in die 3. Säule kann optional weiter eingezahlt werden.

  

Ich habe letztes Jahr vergessen, auf mein Vorsorgekonto einzuzahlen. Kann ich dies nachholen?

Nein, dies ist nicht möglich. Um die Einzahlungen nicht zu vergessen, richten Sie am besten ganz einfach einen Dauerauftrag ein. So können Sie einen fixen Betrag in regelmässigen Abständen einzahlen.

  

Weshalb lohnt es sich, mehrere Säule-3a-Konten zu führen?

Wenn Sie mehrere Säule-3a-Konten führen, haben Sie später die Möglichkeit, sich die Gelder gestaffelt auszahlen zu lassen und damit die Steuerprogression legal zu umgehen.

  

Kann ich das Geld auf meinem Vorsorgekonto NAB-3 frühzeitig beziehen?

Ja, aus folgenden Gründen können Sie das Geld auf dem Vorsorgekonto NAB-3 frühzeitig beziehen:

  • Erwerb von selbstbewohnten Wohneigentum
  • Beginn selbstständiger Erwerbstätigkeit
  • Auswanderung
  • Nachträglicher Einkauf in die Pensionskasse
  • Bezug einer vollen Invalidenrente

Ansonsten ist nur ein ordentlicher Bezug möglich, und zwar maximal fünf Jahre vor dem Erreichen des Pensionierungsalters.

  

Kann man auch mehr als den gesetzlich festgelegten Maximalbetrag in die 3. Säule einzahlen?

Nein, der gesetzlich festgelegte jährliche Maximalbetrag (zurzeit CHF 6’826) kann nicht überschritten werden, ausser man ist selbstständig und zahlt nicht in die Pensionskasse ein. Dann ist es möglich, 20% des jährlichen Nettoerwerbseinkommens (maximal CHF 34’128) einzuzahlen.

  

Ich strebe eine höhere Rendite als diejenige auf dem Vorsorgekonto an. Welches Produkt eignet sich dafür?

Wer langfristig steuerbegünstigt sparen und gleichzeitig eine möglichst hohe Rendite erzielen möchte, kann dies mit dem Wertschriftensparen NAB-3 tun. Sie können entscheiden zwischen aktiv verwalteten Anlagegruppen, in denen Vermögensverwalter versuchen, eine möglichst hohe Rendite für Sie herauszuholen, oder passiv verwalteten Anlagegruppen, die einen Index abbilden und deshalb besonders kostengünstig sind.

  

Kann ich im Fall eines finanziellen Engpasses auch mal weniger oder nichts einzahlen?

Innerhalb des gesetzlich zulässigen Maximalbetrags steht es Ihnen völlig frei, ob und wie viel Sie einzahlen. Sie können auf die Einzahlung aufgrund eines kurzfristigen finanziellen Engpasses deshalb auch verzichten oder diese bestenfalls reduzieren.

  

Ich bin bereits pensioniert, arbeite aber immer noch beim bisherigen Arbeitgeber. Ist es möglich, dass ich bei Ihnen dennoch ein 3. Säule Konto eröffnen kann?

Ja, das ist möglich. Wenn Sie ein neues NAB-3-Konto eröffnen, muss ein Antrag zur «Weiterführung Säule 3a über AHV-Alter hinaus» für die Bestätigung der Erwerbstätigkeit zusammen mit einem Antrag für die Kontoeröffnung eingereicht werden.

 

Kann von einem Säule-3-Konto auch ein Teilbezug gemacht werden?

Nein, der Kontosaldo muss ganz bezogen werden. Ausnahmen gibt es bei der Wohneigentumsförderung (wenn Handwerkerrechnungen bezahlt werden müssen). Ab dem 59. Altersjahr bei Frauen und bei Männern ab dem 60. Altersjahr muss auch beim Bezug für Wohneigentumsförderung das gesamte Kapital bezogen werden. Ein Teilbezug ist dann ausgeschlossen.

Erwerbstätige können in der Säule 3a angespartes Guthaben jederzeit in ihre Pensionskasse überweisen lassen. Ein solcher Transfer ist steuerneutral, das heisst: Der Bezug aus der Säule 3a muss nicht versteuert werden, der Einkauf in die Pensionskasse ist andererseits steuerlich nicht vom Einkommen abziehbar. Ein 3a-Konto muss in einem solchen Fall ganz aufgelöst werden, ein Teilbezug ist nicht möglich. Ein Transfer von Guthaben aus der Säule 3a in die Pensionskasse ist sinnvoll für Personen, die ihr Pensionskassenguthaben nach der Pensionierung als Rente beziehen möchten. Besonders interessant ist er, wenn die Pensionskasse die Höhe der Risikoleistungen wie beispielsweise einer Rente bei Invalidität abhängig von der Höhe des Alterskapitals macht.

 

Bis wann muss ein NAB-3-Konto aufgelöst werden?

Gemäss Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) wird das NAB-3-Vermögen bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV fällig. Weist der Vorsorgenehmer nach, dass er weiterhin erwerbstätig ist, kann der Bezug bis höchstens fünf Jahre nach Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters aufgeschoben werden.

Aus steuerrechtlicher Sicht können fällig gewordene Kapitalleistungen nicht mit Anspruch auf Steuerbefreiung bei der Vorsorgeeinrichtung stehen gelassen werden. Weigert sich ein Vorsorgenehmer, dieses Kapital entgegenzunehmen, begibt er sich in Gläubigerverzug, womit die Vorsorgeeinrichtung nicht verpflichtet ist, das Alterskapital für den Anspruchsberechtigten bis zum Abruf aufzubewahren und zu verzinsen. (In der Regel behält sich die jeweilige Stiftung das Recht vor, sollte kein Auftrag des Kunden vorliegen, das Guthaben bei Fälligkeit auf ein Konto des Vorsorgenehmers vergüten zu lassen.)

  

Wem fliesst im Todesfall das ersparte Säule 3-Vermögen zu?

Die Auszahlung des gesamten 3. Säule-Vorsorgekapitals erfolgt gemäss folgender Begünstigungsordnung bei vorzeitigem Ableben des Vorsorgenehmers:

  1. Der überlebende Ehegatte oder die überlebende eingetragene Partnerin beziehungsweise der überlebende eingetragene Partner 
  2. Die direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von der verstorbenen Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss 
  3. Die Eltern 
  4. Die Geschwister
  5. Die übrigen Erben

Der Vorsorgenehmer kann eine oder mehrere der in Ziffer 2 genannten Personen begünstigen und deren Ansprüche näher bezeichnen. Der Vorsorgenehmer hat das Recht, die Reihenfolge der Begünstigten gemäss Ziffer 3 bis 5 zu ändern und deren Ansprüche näher zu bezeichnen. Die Änderung muss der Vorsorgestiftung 3. Säule schriftlich mitgeteilt werden.