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Auszahlung der 3. Säule

Das gesamte Kapital der 3. Säule ist bis fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Rentenalter (z.Zt. Männer 65 Jahre, Frauen 64 Jahre) gesperrt. Falls Sie nachweislich über das ordentliche Pensionsalter hinaus arbeiten, können Sie den Bezug bis maximal fünf Jahre aufschieben – und in dem Fall auch noch weiter in die 3. Säule einzahlen.

Die Säule 3-Konten oder -Wertschriften dürfen jeweils nur gesamthaft bezogen werden; ein Teilbezug aus einem Konto ist gesetzlich stark eingeschränkt. Bei einer Auszahlung aus der Säule 3a fällt eine Kapitalauszahlungssteuer an. Mit einem gestaffelten Bezug über verschiedene Jahre hinweg können Sie ohne grossen Aufwand je nach persönlicher Situation massiv Steuern sparen. Ein gestaffelter Bezug des angesparten Kapitals muss allerdings schon beim Einzahlen geplant werden, indem Sie mehrere 3a-Konten bzw. Wertschriftenlösungen eröffnen und kontinuierlich darauf einzahlen. Auf diese Weise profitieren Sie von steuerlichen Vorteilen. Berechnen Sie, wie sich die Steuerbelastung beim Bezug Ihrer Säule 3a-Guthaben reduziert, wenn Sie ab heute auf mehrere 3. Säule-Konten einzahlen.

 

Steuervorteil durch gestaffelte Auszahlung berechnen

 

Möglichkeiten des Säule 3a-Vorbezugs

Nur in vordefinierten Ausnahmefällen kann auf das gesparte Vorsorgekapital vor dem Eintritt ins Rentenalter zugegriffen werden:

  • Ab fünf Jahre vor Eintritt ins ordentliche Rentenalter
  • Beim Kauf einer selbst bewohnten Liegenschaft
  • Zur Renovation einer selbstbewohnten Liegenschaft
  • Zur Amortisation einer Hypothek für eine selbstgenutzte Liegenschaft
  • Einkauf in Ihre Pensionskasse
  • Endgültiges Verlassen der Schweiz
  • Bezug einer vollen Invalidenrente der eidgenössischen Invalidenversicherung
  • Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit
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Hypotheken-Amortisation mit Geldern der 3. Säule

Säule 3a Gelder eignen sich auch, um selbst genutztes Wohneigentum zu amortisieren. Man spricht von direkter Amortisation, wenn das bereits angesparte Vorsorgekapital oder Teile davon als Eigenkapital eingesetzt werden bzw. das Hypothekardarlehen damit zurückbezahlt wird. Von einer indirekten Amortisation wird gesprochen, wenn die Gelder der Säule 3a zugunsten des Hypothekardarlehens verpfändet werden.

Welche Methode die bessere ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden, sondern hängt von Ihrer persönlichen Situation und Einstellung ab. Wenn Sie direkt amortisieren, zahlen Sie der Bank künftig weniger Zinskosten und haben den psycholgischen Vorteil des niedrigeren Schuldenbetrags. Allerdings können Sie auch nicht mehr soviele Schuldzinsen von der Steuer abziehen.

Die indirekte Amortisation ist steuerlich vorteilhafter: Sie dürfen Ihre Säule 3-Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehen und gleichzeitig nehmen die Hypothekarzinsen nicht ab, die Sie bei der Steuererklärung in Abzug bringen dürfen.