Dokumentarinkasso

Beim Dokumentarinkasso zieht eine Bank für den Verkäufer (Auftraggeber) gegen Übergabe der Dokumente (Zug-um-Zug) den geschuldeten Betrag ein.

Ihre Vorteile

  • Sie liefern nicht gegen offene Rechnung.
  • Ein Dokumentarinkasso ist günstiger und flexibler als ein Akkreditiv.

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Dokumentarinkasso

Beim Dokumentarinkasso zieht eine Bank für den Verkäufer (Auftraggeber) gegen Übergabe der Dokumente (Zug um Zug) den geschuldeten Betrag ein.
  

Das Dokumentarinkasso ist flexibler und kostengünstiger als ein Akkreditiv. Es ist das ideale Instrument, wenn Sie als Exporteur nicht auf die Risikoabsicherung durch ein Akkreditiv angewiesen sind, jedoch nicht gegen offene Rechnung liefern wollen. Das Dokumentarinkasso bietet Ihnen die Sicherheit, dass der Käufer nicht in den Besitz der Ware gelangt, ohne sie zu bezahlen, einen Wechsel zu akzeptieren oder ein Verpflichtungsschreiben zu unterzeichnen. Die Bank übernimmt aber keine Zahlungsverpflichtung.

 

Die Zahlungsklausel im Kaufvertrag und in der Offerte bezieht sich auf eine der nachstehenden Inkassoarten.

Arten von Dokumentarinkasso

Dokumente gegen Zahlung: Die vorlegende Bank (Bank des Käufers) darf dem Käufer die Dokumente nur gegen sofortige Bezahlung aushändigen. "Sofort" bedeutet bei Dokumentarinkassi nach internationaler Usanz "spätestens bei Ankunft der Ware". Will der Verkäufer nicht so lange auf sein Geld warten, muss er im lnkassoauftrag "Zahlung bei erster Vorlage der Dokumente" verlangen. In diesem Fall müssen aber sowohl der Kaufvertrag als auch die Rechnung eine Klausel enthalten, wonach die Dokumente sofort nach ihrer Ankunft bei der Inkassobank dem Bezogenen vorzulegen sind. Gemäss den Einheitlichen Richtlinien für Inkassi soll der lnkassoauftrag die genaue Frist angeben, innerhalb derer der Käufer die Dokumente aufnehmen oder "andere Bedingungen" erfüllen muss.

  

Dokumente gegen Akzept: Die vorlegende Bank händigt dem Käufer die Dokumente gegen Akzept eines Wechsels aus, die in der Regel 30 bis 180 Tage nach Vorweisung (Nach-Sicht-Wechsel) oder an einem festgelegten Datum (Zeit-Wechsel) fällig wird. So gelangt der Käufer bereits vor der eigentlichen Zahlung in den Besitz der Ware; er kann sie sofort weiterverkaufen und sich damit die notwendigen Mittel zur Zahlung des Wechsels verschaffen. Das Akzept gewährt ihm also eine Zahlungsfrist (Zahlungsziel) und erspart ihm eine anderweitige kurzfristige Lagerfinanzierung.

Der Verkäufer kann sich aber nach Freigabe der Dokumente nur noch auf das Akzept des Käufers als Sicherheit stützen. Er trägt also während der Laufzeit des Wechsels das Zahlungsrisiko. Er kann aber, falls der Kaufvertrag dieses vorsieht, verlangen, dass dem Akzept das Aval der vorlegenden Bank oder einer anderen erstklassigen Bank hinzugefügt wird. Damit erhöht sich für den Verkäufer die Sicherheit und auch die Möglichkeit, den Wechsel diskontieren oder - bei mittleren Laufzeiten - forfaitieren zu lassen.
   

Akzept mit Aushändigung: Diese dritte lnkassoart ist häufiger in der Fachliteratur als in der Praxis anzutreffen. Bei solchen gelegentlich aus fernöstlichen Ländern eingehenden lnkassoaufträgen verlangt der Verkäufer, dass der Käufer bei Vorlage der Dokumente einen Wechsel auf z.B. 60 Tage nach Sicht akzeptiert. Die Dokumente dürfen dem Käufer aber erst nach Bezahlung des Wechsels ausgehändigt werden. Die Ware muss solange eingelagert werden.