Bürgschaften

Erst streiten, dann zahlen. Bürgschaften sind vollständig mit dem Grundgeschäft verknüpft. Einwendungen und Einreden sind möglich.

Ihre Vorteile

  • Einfache Bürgschaft und Solidarbürgschaft möglich.
  • Geringere Finanzierungskosten.
  • Sie können grössere Aufträge übernehmen.

Auftragsformular

Die Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich die Bank als Bürge für einen Kunden (Auftraggeber). Bei rechtlichen Auseinandersetzungen kann sie anstelle des Kunden dem Begünstigten Einreden entgegensetzen.

 

Nach OR Art. 492 ff. ist eine Bürgschaft vollständig mit dem Grundgeschäft verknüpft. Einwendungen und Einreden sind möglich. Die Bank (Bürge) ist berechtigt und verpflichtet, dem Begünstigten die Einreden entgegenzusetzen, die dem Hauptschuldner (Kunde) zustehen. In der Praxis bedeutet dies oft langwierige rechtliche Auseinandersetzungen, bis eine Zahlung geleistet wird. Im Gegensatz zur Garantie gilt bei der Bürgschaft: Erst streiten, dann zahlen!

 

Formen von Bürgschaften

Einfache Bürgschaft: Bei der einfachen Bürgschaft entsteht die Zahlungspflicht der Bank (Bürge) erst, wenn die Forderung rechtskräftig ist und der Auftraggeber (Kunde) Konkurs gemacht hat oder eine Nachlassstundung gewährt wurde.
  

Solidarbürgschaft: Bei der Solidarbürgschaft kann die Bank (Bürge) vor dem Hauptschuldner (Kunde) belangt werden.

 

Die wichtigsten Arten von Bürgschaften

Bauhandwerkerbürgschaft: Die Bauhandwerkerbürgschaft dient dem Bauherrn (Begünstigter) zur Sicherung seiner Ansprüche gegenüber dem Handwerker für eventuelle Mängel am Werk. Die Handwerkerbürgschaft beträgt meistens 5-10 % der Auftragssumme und ist auf eine Laufzeit von 2 oder 5 Jahren befristet.
  

Zollbürgschaft: Die Zollbürgschaft dient der Eidgenössischen Zollverwaltung als Sicherheit, falls der Hauptschuldner (ZAZ-Kontoinhaber) seiner Zollzahlungspflicht nicht nachkommt. Zollbürgschaften sind immer solidarisch und unbefristet.