Was kostet das Leben?

Der Schritt für junge Erwachsene in die finanzielle Unabhängigkeit bringt viele neue Freiheiten. Doch dieser Schritt bedeutet auch, Verantwortung für den eigenen Umgang mit Geld zu übernehmen. Wieviel Geld kann ich wofür ausgeben? Welche Kosten kommen auf mich zu? 

 

Die untenstehende Infografik gibt dir eine Hilfestellung, welchen Anteil des Lohnes für welche Arten von Ausgaben gerechnet werden sollten. Klicke in die Grafik, um die einzelnen Budgetposten im Detail anzusehen. Die Aufteilung ist am Beispiel von 4'000 Franken Monatslohn.

 
 
 

Miete, Nebenkosten

 
  

Es ist wichtig, die Kosten zu planen – eine Budgetaufstellung hilft. Ein Budget ist eine Übersicht und eine Planung von Einnahmen und Ausgaben. Die grössten Ausgaben sind meist Wohnen, Steuern und die Kosten für Lebensmittel und die Krankenkasse. Als Faustregel gilt, nicht mehr als einen Drittel des Lohnes für Wohnen zu verwenden.

 

Schreibe auf, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung steht. Dem gegenüber stellst du deine wichtigsten Ausgaben. Denke auch an Rechnungen, die jährlich anfallen und teile diese durch 12 Monate (Steuern, Versicherungen, Abos etc.). Es gibt verschiedene Vorlagen und Apps, die dir bei der Aufstellung deines Budgets helfen.

BudgetCH: Einfache Budgeterstellung via App

 

 

 
 

  

Mein erster Lohn

Im Grundsatz gilt: Lernende dürfen ihren Lohn selber nutzen und verwalten. Das bedeutet aber auch, dass sie soweit möglich für ihre eigenen Ausgaben selber aufkommen. Die Eltern sind zwar verpflichtet, bis zur Vollendung der Erstausbildung für die Jugendlichen aufzukommen, doch können sie verlangen, dass diese einen angemessenen Beitrag an ihren eigenen Unterhalt leisten. Stelle also zu Beginn des 1. Lehrjahres mit deinen Eltern zusammen ein Budget auf. Budgetberatung Schweiz hat dazu eine spezielle Vorlage erarbeitet. 

 

Anschliessend findest du zwei Beispiele, wie du deinen Lernendenlohn aufteilen kannst. Als Grundsatz gilt: Je mehr du verdienst, desto mehr deiner Kosten trägst du selber.

 

Beispiel Lernendenlohn von 550 Franken

 
  • Taschengeld: 140.-
  • Handy, Kleider, Coiffeur 130.-
  • Fahrkosten 100.-
  • Sparen  100.-
  • Anteil auswärts Essen, Kost & Logis: 70.- / Eltern
  • Schulmaterial   10.- / Eltern 
  • Sport, Musik: Eltern
  • Krankenkasse: Eltern
  • Zahnarzt, Optiker, Lager: Eltern

 

(Zahlen und mehr Beispiele bei der Budgetberatung Schweiz unter «Lernende»)

 

Beispiel Lernendenlohn von 850 Franken

 
  • Taschengeld: 180.-
  • Handy, Kleider, Coiffeur 150.-
  • Fahrkosten 100.-
  • Sparen  150.-
  • Anteil auswärts Essen, Kost & Logis: 140.- / Eltern
  • Schulmaterial   10.- / Eltern 
  • Sport, Musik: Eltern
  • Krankenkasse: 80.-
  • Zahnarzt, Optiker, Lager: 40.- / Eltern

 

(Zahlen und mehr Beispiele bei der Budgetberatung Schweiz unter «Lernende»)

 

  

Mein erstes Auto

Ein Autokauf, insbesonders der erste, ist mit vielen Emotionen verbunden. Die Freiheit der Strasse ruft und Autoträume erscheinen zum greifen nah. Dabei ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und nichts zu überstürzen. Denn denke daran, das Auto kostet nicht nur beim Kauf, sondern monatlich auch im Unterhalt. Generell sollte man sich dabei folgende drei Fragen stellen:

 

  • Wofür brauche ich mein Auto und welches Modell ist für mich das richtige?
  • Wie viel darf mein Auto bei der Anschaffung maximal kosten?
  • Wie viel kostet mich das Auto im Unterhalt und kann ich mir das leisten?
  

Autokauf

Musst du mit dem Auto zur Arbeit oder legst du jeden Tag weite Strecken zurück? Ist es nur für dich oder fahren regelmässig mehrere Personen mit? Brauchst du genügend Ladefläche für dein Hobby oder reicht ein kleiner Stadt-Flitzer? Überlege dir genau, was deine Ansprüche an ein Fahrzeug sind und wie du es einsetzen möchtest. Dann findest du dein richtiges Modell!

 

Bezüglich der Versicherung ist es ratsam, verschiedene Offerten einzuholen und die Leistungen zu vergleichen, damit von einer fairen Prämie ausgegangen werden kann. Gerade Neulenker zahlen am Anfang noch mehr durch einen Risikozuschlag.

 

Ein gutes Occasionsfahrzeug lohnt sich allemal, da der Wertverfall eines Neufahrzeugs zu Beginn enorm ist. Je nach Angebot gelten darauf sogar noch Garantieleistungen. Auch hier ist es ratsam, mithilfe von Autoportalen die Verkaufspreise zu vergleichen. Durch Leasing können Fahrzeuge monatlich finanziert werden. Dies ist verlockend und erscheint im ersten Moment günstig. Jedoch hast du damit zusätzliche Fixkosten pro Monat, welche dich einschränken.

 

Als Orientierung haben wir drei Auto-Profile zusammengestellt mit ungefähren Richtwerten. Für die Versicherungsgebühren wurde der Jahrgang 2000 des Fahrzeuglenkers angegeben:

 

Günstiges Occasionsauto, um mobiler zu sein

 

Modellbeispiel: Renault Clio

  • Verkaufspreis: ca. CHF 5'000.-*
  • Inverkehrsetzung: 2014
  • Anzahl Km: 75'000
  • Treibstoff: Benzin
  • PS: 69
  • Schaltgetriebe: manuell
  • Türen: 5
  • Jährliche Versicherungskosten (Teilkasko): ca. 1'200.- pro Jahr**

 

* Durchschnittspreis auf autoscout24.ch

** Gemäss comparis.ch

 

Auto für den täglichen Gebrauch mit den nötigen Platzverhältnissen

 

Modellbeispiel: Skoda Fabia

  • Verkaufspreis: ca. CHF 11'500.-*
  • Inverkehrsetzung: 2015
  • Anzahl Km: 50'000
  • Treibstoff: Benzin
  • PS: 110
  • Schaltgetriebe: manuell
  • Türen: 5
  • Jährliche Versicherungskosten (Teilkasko): ca. 1'350.- pro Jahr**

 

* Durchschnittspreis auf autoscout24.ch

** Gemäss comparis.ch

 

Sportliches Auto für gehobene Ansprüche

 

Modellbeispiel: SEAT Ibiza Cupra

  • Verkaufspreis: ca. CHF 17'900.-*
  • Inverkehrsetzung: 2016
  • Anzahl Km: 22'500
  • Treibstoff: Benzin
  • PS: 192
  • Schaltgetriebe: manuell
  • Türen: 3
  • Jährliche Versicherungskosten (Vollkasko): ca. 2'000.- pro Jahr**

 

* Durchschnittspreis auf autoscout24.ch

** Gemäss comparis.ch

 
  

Unterhaltskosten

Denke beim Autokauf auch immer an die laufenden Kosten, denn diese sind nicht zu unterschätzen. Dazu gehören beispielsweise Treibstoff, Servicekosten, Reparaturen sowie Ersatzteile und Pneus. Hier kann es je nach Fahrzeugtyp und Marke sehr grosse Unterschiede geben. Auch bei einem günstigen Occasionfahrzeug sollten monatlich ca. CHF 500.- einberechnet werden. Es lohnt sich zudem, ein eigenes Konto einzurichten, auf welches mittels Dauerauftrag monatlich ein fixer Betrag einbezahlt wird. Davon sollten dann die Betriebs- und Versicherungskosten gedeckt werden.

 

Beispiel für ein durchschnittliches Auto mit 10'000 gefahrenen Kilometern pro Jahr (in CHF):

 

Fixkosten pro Jahr
Verkehrssteuer (AG)204.-
Versicherung1'350.-
Parkplatz / Garage1'200.-
Clubbeitrag / Vignette / Fahrzeugpflege300.-

Total Fixkosten pro Jahr

3'054.-



Variable Kosten pro 100 km
Treibstoff (bei CHF 1.60 pro Liter)11.-
Reifenersatz4.-
Service / Reparaturen / Öl / Abgaswartung8.-
Total variable Kosten pro 100 km23.-
Total variable Kosten pro Jahr (10'000 km)2'300.-



Total Kosten pro Jahr5'354.-
Total Kosten pro Monat446.-

 

 

 

  

Tipps für den Umgang mit Geld

Es ist sinnvoll, über mindestens ein Lohn-, ein Sparkonto und das Online Banking zu verfügen. Das kostenlose NAB Newcomer-Paket deckt genau das und ab und ist damit das ideale Bank-Paket für junge Menschen. Gleichzeitig profitierst du zudem von tollen Vergünstigungen, Verlosungen und Events.

 

Im Online Banking behältst du den Überblick über deine Finanzen und kannst deine Zahlungen erfassen, egal wo und wann, einfach und sicher. Richte dir dann gleich deinen ersten Dauerauftrag ein, um monatlich einen fixen Betrag auf dein Sparkonto zu überwiesen oder nutze den Balance Optimizer für Kontoüberträge nach deinen Regeln. Je nach Anforderungen können mehrere Konti eröffnet werden mit individuellen Rubriken wie z.B. Ferien, Auto etc. Das unterstützt dich und deine Budgetplanung.

 

Die Bezahlung mit einer Kreditkarte ist unkompliziert und geht schnell. Gerade mit den neuen Zahlungsmöglichkeiten wie TWINT, SwatchPAY!, Apple Pay und Samsung Pay sind Zahlungen im Handumdrehen erledigt. Jedoch können die monatlichen Rechnungen einem schnell finanziell überfordern. Aus diesem Grund gibt es die Mastercard Prepaid. Wie bei einem Prepaid-Abo wird der verfügbare Betrag vorgängig einbezahlt. Die Mastercard Prepaid kann dann überall eingesetzt werden, wo herkömmliche Kreditkarten akzeptiert werden. Damit hast du volle Kostenkontrolle.

 
 

  

Weitere praktische Links